Nach der gewonnenen Fußball Weltmeisterschaft der deutschen Nationalmannschaft dürfte der Marktwert von Spitzenspielern wie Thomas Müller, Bastian Schweinsteiger und Mesut Özil in der Werbebranche steigen. Viele Nationalspieler standen bereits vor der Kamera für Chips, Sportmarken, Nougatcreme oder Milchgetränke.

So ist beispielsweise Thomas Müller mit seinem Namensvetter Gerd in der TV-Werbung von Müllermilch zu sehen. Bastian Schweinsteiger wirbt mit Chips der Marke Funny Frisch. Mesut Özil wirbt unter anderem für Adidas, Nutella und Sky und ist mit rund 4 Millionen Euro Werbeeinnahmen pro Jahr der Werbekönig der deutschen Nationalmannschaft.

Doch nicht jede Marke scheint zu wissen, wie sie prominente Fußballhelden optimal für Werbung einsetzen kann. Ein Beispiel ist das Unternehmen Expert, welches sich Miroslav Klose für eine belanglose Kampagne ohne Bezug zu den Ereignissen in Brasilien holte. Von Echtzeit-Marketing keine Spur. So hätte man beispielsweise, wie auch Coca-Cola und Nike Kloses 16. WM-Tor als Aufhänger nutzen können.

Rewe Werbung mit Thomas Müller

Auch die Supermarktkette Rewe und der Elektrokonzern Media-Markt scheinen ihre Kreativität verloren zu haben. Rewe ignoriert mit seiner „Rambazamba“ Kampagne mit Thomas Müller zudem völlig das legendäre 7:1 der Deutschen gegen die Brasilianer. Media-Markt warb auch nach der hohen Niederlage der Brasilianer mit Nationalspieler Dante.

Letztlich sind die Fußballspieler diejenigen, welche am meisten von derartigen Kampagnen profitieren. Die Marke verliert im schlimmsten Fall neben Geld auch an Glaubwürdigkeit.