Alle Jahre wieder lächeln bekannte und weniger bekannte Politiker an Laternen am Straßenrand. Wahlkampf nennt sich das. Doch allein mit einem langen Wahlprogramm und einem netten Lächeln kann man kaum noch Wähler für sich gewinnen. Die Parteien setzen auf diverse Werbemittel um am Wahltag möglichst viele Stimmen zu erhalten.

Die Klassiker

Zum Repertoire jeder Partei gehören die klassischen Werbemittel. So genannte Streuartikel wie Kugelschreiber, Einkaufswagen-Chips und Feuerzeuge in der jeweiligen Parteifarbe schmücken im Wahlkampf die Stehtische der Politiker. Neben dem Logo der Partei findet sich nicht selten auch ein knackiger Spruch, der dem Wähler im Gedächtnis bleiben soll. Während für Kugelschreiber und andere Gebrauchsgegenstände häufig eine Verwendung nach der Wahl gefunden werden kann, führen andere Werbemittel ein kürzeres Leben. Das Dasein von Sonnenblenden aus Pappe, Fähnchen aus Papier oder Luftballons ist befristet und dauert oft nur wenige Stunden, wenn überhaupt. Meist wird Kindern einer dieser Artikel in die Hand gegeben. Die Freude darüber hält nicht lange an und das liegt mit Sicherheit an dem geringen Nutzen und der begrenzten Haltbarkeit.

Nur (Ess-)Bares ist Wahres

Die meisten Parteien vermuten wohl, dass die Parteiliebe durch den Magen geht und verwöhnen ihre potentiellen Wähler mit kleinen Leckereien. Als Werbeträger dienen hierbei Teebeutel, Bonbons, Gummitiere und Traubenzucker. Der Nutzen ist auch bei den essbaren Werbemitteln von denkbar kurzer Dauer. Die Verpackung, auf der die Partei mit Logo, Farbe und Spruch wirbt, landet nach dem Verzehr im Müll. Daran, dass diese kleinen Kostbarkeiten gereicht worden sind, kann sich nach der Wahl wohl kaum noch einer erinnern. Dennoch ist es eine gute Idee, mit seinen Werbeartikeln mehrere Sinne des Konsumentens anzusprechen.

Dauerhaftes

Um den Wählern länger im Gedächtnis zu bleiben, setzen viele Parteien auf Werbemittel, die einen längeren Nutzungszeitraum ermöglichen. Beispielsweise Tassen, Tragebeutel und –taschen, Mousepads, USB-Sticks, Regenschirme und sogar Uhren nehmen bei den Wählern unter Umständen einen festen Platz im Alltag ein. Dadurch ist die Partei öfter und dauerhaft präsent.

Werbemittel im Wahlkampf

Es sollte jedoch nicht vergessen werden, dass Wähler ihr Kreuz nicht allein wegen eines Werbeartikels an die gewünschte Stelle setzen. Kleine Präsente werden von jedem gerne genommen, doch die meisten Wähler sind nicht bestechlich. Außerdem würden sich wohl die wenigsten mit der Tasse einer Partei an den Frühstückstisch setzen, mit deren Wahlprogramm sie ganz und gar nicht einverstanden sind.