Täglich erreichen uns E-Mails, die uns zur Teilnahme in einem Online-Casino oder zum Kauf von Luxusuhren bewegen wollen. Ein Großteil dieser elektronischen Werbung versiegt in unserem Spam-Filter. Dennoch landen immer wieder Spam-Mails in unserem Posteingang.

Spam-Mails sind den meisten auch unter Junk-Mails bekannt. Dabei handelt es sich um Werbung via E-Mail, die der Empfänger nicht verlangt hat. Als erste E-Mail dieser Art gilt die von dem Unternehmen DEC versendete Nachricht vom 3.5.1978. Die Bezeichnung als Spam-Mail erfolgte jedoch erst im Jahr 1993. Heute macht Spam Schätzungen zufolge rund 90 % des Gesamt-Mail-Volumens aus. Diese Werbemails sind nicht nur wegen ihrer lästigen Inhalte unbeliebt, sondern auch aufgrund des Ressourcenverbrauches. Neben Geld und Arbeitszeit kostet die unverlangte Werbung beziehungsweise das Löschen dieser auch Energie. Zwar landen viele dieser unerwünschten Mails im sogenannten Spam-Filter, doch ein paar schaffen es immer wieder in unseren Posteingang.

Das Versenden von unverlangter Werbung verstößt gegen das Wettbewerbsrecht, da sich der Empfänger mit der Werbebotschaften des Spammers auseinandersetzen muss, ohne dies beabsichtigt zu haben. Dadurch ist die Ruhe oder eine andere Beschäftigung des Spam-Mail-Empfängers gestört. Gegen unerwünschte Werbung kann rechtlich vorgegangen und gegebenenfalls Auskunfts-, Unterlassungs- und Schadenersatzansprüche geltend gemacht werden. Die Klassiker unter den Junk-Mails werben für Online-Casinos, Uhren, Viagra und andere Medikamente aus dem Ausland. Mittlerweile versenden die meisten Online-Shops aber auch Newsletter, die in kurzen und regelmäßigen Abständen für ihre Produkte werben. Diese gelten offiziell nicht als Spam, da durch das Anlegen eines Kundenkontos bei diesem Shop ein Geschäftskontakt besteht. Die klassischen Spam-Mails kommen aus dem Ausland und sind nur selten in perfektem Deutsch verfasst. Newsletter hingegen werben für Produkte oder aktuelle Angebot des Online-Shops, für die der Empfänger durch das Anlegen eines Kundenkontos bereits Interesse geäußert hat.

Via E-Mail erreichen Unternehmen zwar viele Kunden, richtig persönlich ist das aber nicht. Oft wird Werbung jeglicher Art einfach gelöscht, egal von wem sie kommt. Mit klassischen Werbeartikeln wie Regenschirmen, Kugelschreibern oder Stressbällen hingegen sind die Sympathie und das Interesse für das Unternehmen beim Empfänger vorprogrammiert.

Spam-Mails