Native Advertising – so heißt der neue Trend aus den USA. Dabei handelt es sich um eine Form der Internetwerbung, welche inhaltlich sehr stark dem Journalismus ähnelt. Die Inhalte sowie das Aussehen der Werbung werden den Inhalten der Internetseite angepasst um die Aufmerksamkeit des Lesers einfacher zu gewinnen. Diese getarnte „Nicht-Werbung“ hat seine Vor- und Nachteile.

Einer der Hauptgründe für den Einsatz von Native Advertising ist sicherlich die nachweislich längere Verweildauer im Gegensatz zu klassischer Displaywerbung. Doch bedeutet das gleichzeitig auch eine bessere Werbewirkung? Gebrandete Inhalte sind immer noch Inhalte, welche der Leser unfreiwillig präsentiert bekommt. Sind diese Inhalte zu komplex, so wird an einem bestimmten Punkt die Geduld des unfreiwilligen Lesers strapaziert. Auf der anderen Seite birgt diese Form der Werbung die Gefahr, ganz und gar in den redaktionellen Inhalten einer Seite unterzugehen und so an der Zielgruppe komplett vorbei zu gehen.

Ein Beispiel für relevanten Content ist der Modefilm „First Kiss“ von Wren. Für ein Special des Portals Style.com wurde eine emotional berührende Geschichte erzählt, welche viele Menschen auch wirklich sehen wollten.

Native Advertising ist wohl ein Balanceakt zwischen relevantem Content und einer geschickten Verbreitung der Inhalte in den Medien. Das Problem ist nur, dass Markenwirkung auch mit relevantem Content kaum planbar ist.